walter services


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Verraten und verkauft!


Ausverkauf der Beschäftigten bei walter services

Ein Beitrag von Cornelia Cron, eine Betriebsrätin aus Aachen:

Im Zuge der Insolvenz bei walter services, wurde nach Schutterwald und Lübeck nun auch den Mitarbeitern in Aachen die Schließung des Standortes bekanntgegeben.

Die Begründung für die Schließung des Standort Aachen lautet:

  • die Telekom stellt ab dem 01.10.2013 für Aachen kein Callvolumen mehr zur Verfügung.
  • Der Standort ist aufgrund der wirtschaftlichen Lage ab dem 01.10.2013 nicht mehr zahlungsfähig

Das verstehen wir nicht! Die wirtschaftliche Situation am Standort Aachen ist seit Jahren unverändert. Dies war schon beim Betriebsübergang 2006 bekannt.

Aachen entsprach zu keinem Zeitpunkt der Größe und Personalstruktur, welche ein Call- Center interessant macht!!!!

In Aachen arbeiten 10 ehemalige Telekom Angestellte, 8 freiwillig zugewiesene Beamte der Telekom und 24 Leih- und Zeitarbeitnehmer.

Bei den Leiharbeitern bestand zu keinem Zeitpunkt ein Interesse von walter services übernommen zu werden. Dadurch hätten sie sich diese finanziell verschlechtert!
Hierzu muss man wissen, dass der Grundlohn bei walter services 7,60 Euro beträgt.

In Aachen handelt es sich um einen Standort, welcher 2006 per Betriebsübergang nach § 613a BGB von der Deutschen Telekom an walter services verkauft wurde.

Folgende Standorte wurden nach diesem Verfahren ebenfalls verkauft: Magdeburg, Halle, Dresden.

Im April 2007 folgten dann noch die Standorte Suhl, Lübeck und Cottbus.

Insgesamt waren ca. 2000 Menschen betroffen.

Durch einen Überleittarifvertrag wurde verhindert, dass die Kollegen sofort in einem prekären Arbeitsverhältnis landeten.

Die Gehälter wurden schrittweise an walter services Gehälter angepasst.
Das bedeutet, dass die Gehälter bis jetzt halbiert wurden. Die Anforderungen der Tätigkeit stiegen parallel.

Die Firma walter services mit Sitz in Ettlingen geriet 2011 in eine erhebliche wirtschaftliche Schieflage. Durch den Einstieg eines neuen Investors wurde die damals drohende Insolvenz abgewendet. Es sollte nun eine Restrukturierung der Firma erfolgen. Hierzu wurde ein neuer Geschäftsführer eingestellt, der das Unternehmen Ende Juni 2013 mit den Worten verließ: „Die Restrukturierung sei nun erfolgreich abgeschlossen.“

Die Informationen des Arbeitgebers kurze Zeit später zeigten jedoch ein ganz anderes Bild: Die Firma stand erneut vor der Pleite!

Dies wurde von der Geschäftsführung weiterhin bestritten. Am 25.07.2013 wurde beim Amtsgericht Karlsruhe Antrag auf ein Gläubiger Schutzschirmverfahren gestellt.

Die mit der Sanierung beauftragte Rechtsanwaltskanzlei versprach, die Betriebsräte offen und konstruktiv in die Sanierung einzubeziehen.

Das sah in der Praxis so aus, dass den Betriebsräten Betriebsvereinbarungen vorgelegt wurden, welche die Arbeitsbedingungen der Beschäftigten erheblich verschlechtern würden:
z.B.:

  • Wegfall der Bilschirmarbeitsplatzpausen. Walter services betreibt ausschließlich Call- Center an denen Bildschirmarbeit stattfindet.
  • Flexiblere Arbeitszeiten. Hier sollte eine BV abgeschlossen werden, in der jedes unternehmerische Risiko auf die Arbeitnehmer abgewälzt worden wäre.
  • Betriebliches Eingliederungsmanagement. Damit wären krankheitsbedingte Kündigungen problemlos möglich gewesen.

Welches Einsparpotenzial dadurch erzielt worden wäre, konnte bzw. wollte die Geschäftsführung nicht beantworten. 

Die Betriebsräte wurden mit der Ankündigung, dass der Investor ohne diese Betriebsvereinbarungen kein Geld investieren würde und damit 6000 Arbeitsplätze auf dem Spiel stünden, massiv unter Druck gesetzt!

Vorschläge und Ideen seitens der Betriebsräte wurden nicht ernsthaft aufgegriffen.

Die Schließung der oben genannten Standorte kam nicht überraschend. Diese stehen seit Jahren im Fokus bei der Frage der Wirtschaftlichkeit. Bei einer sauberen Restrukturierung hätte es jedoch für diese Standorte vernünftige Sozialpläne und Interessensausgleiche gegeben.

Die Firma walter services hat jedoch einen anderen Weg gewählt:

  • Während des Schutzschirmverfahrens wurden die Gehälter von der Agentur für Arbeit gezahlt (Insolvenzgeld)
  • Den Mitarbeitern wurde während dieser Zeit suggeriert durch eine Steigerung ihrer Arbeitsleistung könnte eine Standortschließung verhindert werden

Am Ende hat walter services in mehrfacher Hinsicht gewonnen: 3 Monate keine Gehaltszahlungen (Ersparnis ca. 30 Mio. Euro)+ das was die Menschen mit hohem Einsatz in diesen 3 Monaten erwirtschaftet haben + Kündigung von bisher ca. 500 Mitarbeitern ohne nennenswerte Sozialpläne.

Verloren haben die Beschäftigten:

  • Ca. 500 Menschen verlieren ihren Arbeitsplatz
  • Die Kündigungsfrist im Insolvenzverfahren beträgt max. 3 Monate (am Standort Aachen hat kein Mitarbeiter eine Betriebszugehörigkeit < 20 Jahre)
  • Bei Freistellung innerhalb der Kündigungsfrist entsteht ein Anspruch auf vorzeitiges Arbeitslosengeld (60%)
  • Kaum Chancen jemals in den Genuss der im Interessensausgleich/Sozialplan geregelten Vereinbarungen zu kommen.

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Schutzschrimverfahren bei Walter Services


Wir alle sind von den Informationen zum Schutzschrimverfahren überrascht worden, auch der Betriebsrat.

Das Schutzschirmverfahren setzt eine drohende, aber noch nicht eingetretene Zahlungsunfähigkeit sowie die Glaubhaftmachung der Sanierungsfähigkeit voraus. Dieses Verfahren wurde beim zuständigen Amtsgericht eingereicht. Das Schutzschirmverfahren beinhaltet auch die Installation eines sogenannten Gläubigerausschusses, der in die Erarbeitung und Entscheidungsfindung zu einem Sanierungskonzept eingebunden wird. Es wurde entschieden, dass die Betriebsratsvorsitzenden in den Gläubigerausschuss entsandt werden. Das bedeutet, dass Birgit Pitsch, als Vorsitzende des BR in der Telco Magdeburg die Interessen der Arbeitnehmer vertreten wird. Weitere Unterstützung wird es durch Fachleute für Insolvenzrecht der ver.di geben.

Alle weiteren wichtigen Informationen entnehmt bitte den nachfolgenden Beschäftigteninfos!


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Juni 2013 Tarifverhandlungen sind beendet! Ergebnis steht!


Liebe Kolleginnen und Kollegen,

dieses Ergebnis - nach über 2 Jahren Verhandlungsmarathon - ist auch ein Verdienst der Kolleginnen und Kollegen, die aktiv für einen neuen Entgelttarifvertrag auf der Straße gekämpft haben. Ein besonderer Dank gilt unseren zwei Mitgliedern in der Verhandlungskommission: Simona Gollasch und Lothar Härtel.

Für noch bessere Tarifverträge müssen wir viel mehr werden!

Ab dem Herbst stehen die Tarifverhandlungen zum Rahmentarifvertrag an. Das Motto für jeden/jede, der/die noch nicht Mitglied in unserer Solidargemeinschaft ist, kann nur lauten: Zieh Mit!

Autorin: Kerstin Chagoubi, Gewerkschaftssekretärin für walter in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen


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Mai 2013 Scheitern der Verhandlungen erklärt


Liebe Kolleginnen und Kollegen, Wir haben für uns festgestellt, dass das Ultimatum seitens des Arbeitgebers nicht erfüllt wurde und dass die übersandten Unterlagen weiterhin Verschlechterungen gegenüber den Einigungsempfehlungen enthalten, die für uns nicht akzeptabel und nicht vereinbar sind! Es wurde beschlossen: 1) Gegenüber der Geschäftsführung das Scheitern der Tarifverhandlungen zu erklären 2) Beim ver.di-Bundesvorstand einen Antrag auf Urabstimmung zur Durchführung von Erzwingungsstreiks zu stellen
Tarifinfo 3-2013 (PDF, 633 kB)

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April 2013 Schlichtungsverfahren erfolgreich beendet - 8,50€ Mindestlohn mit Stufenplan durchgesetzt


Nach weiteren notwendig gewordenen Verhandlungsrunden in der Schlichtungskommission konnte Mitte März eine Ergänzung zur Einigungsempfehlung ausgehandelt werden. Dieses jetzt erzielte Ergebnis ist der zusätzliche Vorschlag an die Tarifvertragsparteien, auf dieser Grundlage neue Tarifverträge zu vereinbaren. Diesen Vorschlägen wurde zwischenzeitlich von allen beteiligten Seiten zugestimmt.

In den Nachverhandlungen ist es gelungen, die Grundvergütungen für alle (einschließlich Cottbus/Emden) auf € 8,50 zu erhöhen und die Sicherungsregelungen bei einer wirtschaftlichen Notlage weiter zu verbessern!! Die ver.di-Tarifkommission hat allen Ergebnissen nach ausführlicher Diskussion mit breiter Mehrheit zugestimmt! Diese sind zwischenzeitlich auch von der tarifpolitischen Clearingstelle und dem ver.di-Bundesvorstand gebilligt werden.

Wir bedanken uns für die Unterstützung in den vergangenen Monaten, ohne den ausgeübten Druck und den Rückhalt von Euch wäre dieses Ergebnis wohl nicht möglich gewesen!! Wir werden jetzt zügig mit dem Arbeitgeber die Umsetzung in tarifvertragliche Regelungen vornehmen.

Detailinfos können dem Tarifinfo entnommen werden, das wir gern zum Download zur Verfügung stellen:


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14.01.2013 Schlichtung begonnen


Am 08.01./09.01.2013 haben die Schlichtungsverhandlungen begonnen. In einem 14-stündigen Verhandlungsmarathon wurden fast alle Themen, die auch bereits in den Tarifverhandlungen eine Rolle gespielt haben, aufgerufen. Details zu den Verhandlungsständen werden nicht veröffentlicht, da es sich um Zwischenstände handelt, die unter dem Vorbehalt einer Gesamteinigung stehen.

Die ver.di-Vertreter in den Schlichtungsverhandlungen sind:

  • Ulrich Beiderwieden, ver.di
  • Simona Gollasch, Standort Cottbus
  • Eckardt Arndt,Standort Magdeburg
  • David Erdmann, Standort Bremen

Zwei weitere Verhandlungstermine wurden für den 15.01.2013 und für den 22./23.01.2013 vereinbart.

Am 28.01.2013 soll die Tarifkommission über die dann vorliegende Schlichtungsempfehlung entscheiden.

Autor: Kerstin Chagoubi, Landesbezirksfachbereich 9 SAT


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14.01.2013 Rechtsschutzbegehren Vermögenswirksame Leistungen


Noch im alten Jahr ist es dem Fachbereich 9 in ver.di gelungen, mit der Arbeitgeber-Seite eine Prozessvereinbarung für alle walter Services Standorte der Telco Region abzuschließen. Es wird ein Musterverfahren geben und entsprechend des Urteils wird dann weiter verfahren. Das bedeutet, dass alle Kolleginnen und Kollegen, die bis 28.12.2012 eine Geltendmachung bezüglich der vermögenswirksamen Leistungen beim  Arbeitgeber nachweislich eingereicht haben, keine Rechtsschutzanträge bei ver.di vorlegen müssen. Bei weiteren Fragen stehen die Kolleginnen und Kollegen des ver.di Landesfachbereiches 9 SAT unter den bekannten Telefonnummern zur Verfügung. (Kontakt Sekretäre)

Autor: Kerstin Chagoubi, Fachbereich 9


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18.12.2012 Schlichtungsvereinbarung abgeschlossen



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12.11.2012 Keine Einigung in Sicht



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17.September 2012 Warnstreiks zeigen Wirkung: Arbeitgeber signalisieren Verhandlungsbereitschaft!



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11. September 2012 Tarifinfo und Medienberichte zu den Warnstreiks


Medienberichte zu den Warnstreiks am 10.09.2012:
Die Welt
Sächsische Zeitung
Südthüringische Zeitung
Halle Forum
Bericht der ver.di-Betriebsgruppe S-Direkt Halle zum gemeinsamen Streiktag


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10. September 2012 Warnstreik am Standort Halle


Warum für n Appl un nen Ei - Für Grundlohn 8,50 sind wir dabei

Beschäftigte lassen sich nicht für einen Appl und ein Ei abspeisen

Foto: Enrico Zemke

Am 10. September machten die Hallenser walter-Beschäftigten deutlich, dass sie sich nicht mit "einem Apfel und einem Ei" abspeisen lassen wollen und beteiligten sich an einem ersten einstündigen Warnstreik. Über 50 Beschäftigte folgten dem Aufruf von ver.di.

Die Arbeitgeber hatten in den letzten Tagen vergeblich versucht die Beschäftigten zu verunsichern, zu bedrohen und unter Druck zu setzen. Wichtige rechtliche Infos haben wir aus diesem Grund als Hilfestellung im folgenden Abschnitt "Streikrecht: keine Verpflichtung zum Abmelden beim Arbeitgeber" zur verfügung gestellt.
Umso höher ist die Beteiligung einzuschätzen! Den meisten ist völlig klar, dass es nach 18 Monaten Nachsicht und Rücksicht auf die Unternehmenssituation

spontaner kurzer lauter Flaschmob

Flashmob vor die walter-Fenster - damit unser Protest nicht überhört werden konnte

Foto: Enrico Zemke

nun endlich Zeit ist, die eigenen Interessen nachhaltig einzufordern und durchzusetzen und sich nicht auf den "St.-Nimmerleins-Tag" vertrösten zu lassen. Wann, wenn nicht jetzt?

Als die walter-Beschäftigten das Gebäude verließen, wurden sie freundlich und lautstark von den Kolleginnen und Kollegen der S-Direkt begrüsst. Da war sofort echte Streikatmosphäre! Die S-Direkt gehört zur Sparkassengruppe und ist ein bundesweiter Dienstleister für Sparkassen. Die Beschäftigten kämpfen unter anderem für einen Mindestlohn von 9 Euro und sind inzwischen bei ihrem 64. Streiktag. Das verdient Respekt und Anerkennung für diese Standhaftigkeit! Macht weiter so!!


"Wer provoziert, riskiert!"

Nicht für ein App'l und nen Ei - "Wer provoziert, riskiert!"

Foto: Enrico Zemke

In den Ansprachen von Steffen Krause (Ortsverein Telekommunikation Halle), Enrico Zemke (Gewerkschaftssekretär für walter services), Michael Tornack (Betriebsratsmitglied walter services Halle), Manu (Betriebsgruppe S-Direkt) und Lothar Phillip (ver.di-Bezirksgeschäftsführer Sachsen-Anhalt Süd) wurde deutlich, dass die Interessen der Beschäftigten beider Unternehmen ähnlich sind - wie auch die Äußerungen und Handlungsweisen der Arbeitgeber. Insofern war es nur logisch gemeinsam zu streiken.

Mehr Infos zu dem Streik bei S-Direkt gibt es hier. An dieser Stelle möchten wir auffordern sich mit den streikenden Kolleginnen und Kollegen der S-Direkt solidarisch zu erklären und die Petition vor Ort an der Mahnwache an der Hallenser Ullrichskirche oder im Netz zu unterzeichnen.

Spätestens jetzt ist es an der Zeit weitere Mitglieder zu werben bzw. selbst Mitglied zu werden, soweit man es noch nicht ist. Anhand der Streikbereitschaft und die Zahl unserer Mitglieder an den Standorten werden wir unsere nächsten Maßnahmen ausrichten, soweit die Arbeitgeber weiterhin ein verhandlungsfähiges Angebot verweigern. Jedes Mitglied zählt!

Weiter Bilder zum Streiktag gibt es auf den Internetseiten des ver.di-Ortsvereins Halle.


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10. September 2012 Warnstreik am Standort Dresden


"Arbeit bei walter macht arm!"

auch die Dresdner Kolleginnen und Kollegen beteiligten sich am einstündigen Ausstand!

Foto: Lutz Flegel

In Dresden wurde bereits zum zweiten Mal gestreikt. Es beteiligten sich über 50 Kolleginnen und Kollegen an dem einstündigen Ausstand. Vor allem bei der Telekom-Auskunft war die Beteiligung sehr hoch.

Jens Grosser vom ver.di-Ortsvorstand und Lothar Härtel haben zu den Kollegen gesprochen. Sie den Unmut der Beschäftigten zum Ausdruck, dass 2 Wochen seitens des Arbeitgebers nichts passiert ist!

Kreativ: Kuchen mit der Aufschrift "walter zahl mehr"

Die Dresdener Streikenden stellten mit diesem köstlichen Kuchen ihre Kreativität unter Beweis

Foto: Lutz Flegel

Unterstützt wurden wir von weiteren Mitgliedern des Ortsvorstandes (Annette Groß, Chris Henke), die schon mit Fahnen, Mützen, Transparenten u.ä. warteten, bis kurz nach 10 Uhr die ersten KollegInnen unten vor dem Turm des Dresdner World Trade Centers eintrafen. Selbst gestaltete Plakate brachten unsere Empörung deutlich zum Ausdruck.

Die Stimmung in Magdeburg haben wir per Mobiltelefon mitbekommen, und auch unsere Anwesenheit lautstark dorthin übermittelt.

Auch die Dresdener Morgenpost war vor Ort und berichtete über die Aktion am Folgetag. (Text: Lothar Härtel)


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10. September 2012 Warnstreik am Standort Magdeburg


auch Magdeburg zieht mit

Streikkundgebung in Magdeburg

Foto: Maik Buchs

Am heutigen 10. September sind in Magdeburg wieder Warnstreikmaßnahmen von 10:00 Uhr - 11:00 Uhr von ver.di bei walter services organisiert worden.
Walter services ist nicht bereit, die Beschäftigten am erwirtschafteten Gewinn zu beteiligen. Die Beschäftigten hatten in den letzten Jahren auf Lohnerhöhungen verzichtet, um so einen Beitrag zur Konsolidierung des Unternehmens zu leisteten, als es dem Unternehmen schlecht ging. Dem Unternehmen geht es jetzt wieder gut und deshalb muss mit Lohnverzicht Schluss sein!

Weitere Bilder auf der Homepage des ver.di-Ortsverein Magdeburg

Marsch zur Streikkundgebung

Marsch zur Streikkundgebung

Foto: Maik Buchs

Die Warnstreikenden fordern 8,50 € Stundenlohn. Deshalb wurden in Magdeburg an 2 Standorten, Nachtweide und Lübeckerstr., die walter - Beschäftigten zu Streikmaßnahmen aufgerufen. Die Beteiligung war trotz der angebotenen Streikbrecherprämie von 100,00 € sehr gut.
Der Wettergott meinte es auch gut mit den Streikenden und schickte Sonne satt. Bei Temperaturen von 28 Grad konnten die Beschäftigten ihren Unmut über die Verweigerungshaltung des walter-Managements Luft machen. Alle waren sich einig, wir sind mehr wert und wir werden auch bei ganztägigen Streikmaßnahmen wieder dabei sein.
Für walter services heißt das, sich warm anzuziehen, nicht nur wegen der vorhergesagten Wetterverschlechterung;-)). (Text: Mathias Schweitzer)


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10. September: Warnstreik auch in Suhl und Cottbus


"Arm trotz Arbeit" + "Gute Arbeit - Guter Lohn"

Auch die Suhler Kolleginnen und Kollegen haben sich an dem einstündigen Warnstreik beteiligt. Ihren Unmut haben sie auf selbstgebastelten Plakaten zum Ausdruck gebracht. Damit muss Schluss sein. Walter zahl mehr- Walter zahl endlich 8,50€

Foto: Kerstin Chagoubi

"walter zahl mehr!"

Auch bei der zweiten Aktion in Cottbus, einem einstündigen Warnstreik, haben sich ca. 130 Beschäftigte des ehemaligen Telekom-Standortes beteiligt. Ihre Geduld ist am Ende. Die Bereitschaft schwappte auf den zweiten walter Standort in Cottbus über. Dabei handelt es sich um ein aufgekauftes Quelle Call Center. Gewerkschaftssekretär Jörg Kiekhäfer hat deutlich gemacht, dass die Forderungen nur allzu berechtigt sind und es sich um ein Grundrecht handelt, sich an einem von der Gewerkschaft ver.di ausgerufenen Warnstreik zu beteiligen.
Wenn sich Arbeitgeber nicht bewegen, bewegen sich die Arbeitnehmer auf die Straße.

Foto: ver.di


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Streikrecht: keine Verpflichtung zum Abmelden beim Arbeitgeber


"Wir streiken . Ohne Moos nix los!"

Foto: Harry Graue

An einigen Standorten haben die Arbeitgeber in den letzten Tagen vergeblich versucht die Beschäftigten zu verunsichern, zu bedrohen und unter Druck zu setzen. Unter anderem wurde von den Arbeitgebern behauptet, dass sich streikwillige Arbeitnehmer abmelden oder aus den Systemen ausbuchen müssten. Dem ist selbstverständlich nicht so (siehe ver.di-Info).

Weiterhin möchten wir an dieser Stelle darauf hinweisen, dass Streikzeit wie Arbeitszeit zu behandlen ist. Der Arbeitgeber ist berechtigt für die Streikzeit das Entgelt einzubehalten. Gewerkschaftsmitglieder erhalten aus diesem Grund eine Streikunterstützung ihrer Gewerkschaft. Ein Streik in der Freizeit macht ja irgendwie wenig Sinn...

Leider gehört diese unerhörte Herangehensweise der Arbeitgeber zu einer üblichen Strategie, um die Beteiligung an einem Streik zu verringern. Da werden Halbwahrheiten und Falschinformationen in die Welt gesetzt, gedroht, verunsichert, agitiert und geködert. Manchmal fehlt aber auch schlicht die Erfahrung des örtlichen Managments, wie man sich in einer solchen Situation professionell verhält. Ein Streik ist in Deutschland glücklicher Weise keine alltägliche Situation, da in den meisten Fällen am Verhandlungstisch ernsthaft versucht wird, eine Einigung zu erzielen. Nur wenn das wie hier bei walter nicht passiert, kommt es überhaupt erst zu Streikmaßnahmen.

Rechtliche Fragen können die Beschäftigten an Ihre Betriebsräte oder an die örtlichen Gewerkschaftssekretäre richten. (Kontakte Sekretäre).


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28. August Aktion "Meine Arbeit ist mehr wert" in Cottbus


"walter - zahl mehr! Meine Arbeit ist mehr wert!"

Foto: ver.di

Unter dem Motto "Meine Arbeit ist mehr wert" gab es einen ver.di-Stand mit Informationsmaterial zum Thema Streik und zur Gewerkschaft ver.di.

In den Tarifverhandlungen haben die Arbeitgeber darauf hingewiesen, dass sie angeblich keine finanziellen Spielräume für eine Lohnerhöhung hätten.

 

Deshalb entschieden sich die Mitarbeiter kurzerhand für eine symbolische Spendenaktion für ihren "ach so armen" Arbeitgeber unter dem Motto: "Fast Hartz IV - trotzdem helfen wir!" Das gesammelte Geld wird nun für einen ernsthaften gemeinnützigen Zweck verwendet.

 

Die Kriegskasse der Arbeitgeber scheint jedenfalls gefüllt zu sein, da die Arbeitgeber bereit sind viele Tausend Euro an Streikbruchprämien auszuloben.

 

Wir sind uns einig: "Wenn der Arbeitgeber sich nicht bewegt, bewegen wir uns- Auf die Straße!!!"

 

Liebe Kolleginnen und Kollegen, bitte beteiligt euch an den Warnstreikaktionen bei walter services. Jeder hat es verdient, am Monatsende mehr in der Geldbörse zu haben.


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27. August 2012 einstündiger Warnstreik in Dresden


erster Warnstreik in Dresden

Auch auf unsere Dresdner Kolleginnen und Kollegen war wieder Verlass. Hier beteiligten sich ca. 50 Beschäftigte an dem einstündigen Warnstreiktag.

Foto: ver.di

O-Ton aus der betrieblichen Arbeitskampfleitung: "Punkt 10:00 sind wir durch die Reihen gegangen und haben die Leute aufgefordert aus der Line zu treten. Das war eine überraschende Aktion und ich bin richtig froh, dass sie gelungen ist."


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13.08.2012 Mittagspausenaktion in Halle


Am ver.di-Zelt

Kommen und Gehen am ver.di-Zelt

Foto: OV Halle

Fast die Hälfte der anwesenden Kolleginnen und Kollegen nahmen an der Mittagspausenaktion in Halle Teil. "Wir wollen LOHN von dem wir LEBEN können" wurde u.a. gefordert. Entsprechend ihrer planmäßigen Pausen kamen die Teilnehmer vor die Türen ihres Call-Centers und informierten sich. Natürlich gab es auch die obligatorische "Kampfwurst".

Kampfwurst

Kampfwurstübergabe

Foto: OV Halle

Achim Fischer, Fachbereichsleiter im Fachbereich 9 unterstützte die Teilnehmer. Die Tarifkommission hat deutlich gemacht, dass die Beschäftigten dem Arbeitgeber in den letzten 15 Monaten ohne Entgelterhöhungen weit entgegengekommen sind. Jetzt ist der Arbeitgeber final aufgefordert uns ein Angebot zu einer Erhöhung der Grundvergütung auf 8,50€ bis zum 20.August zu unterbreiten!

Sollte die Geschäftsführung auf unsere Aufforderung nicht reagieren sind wir gemeinsam gefordert. Zeigen wir dem Arbeitgeber, dass wir nicht gewillt sind, sein ständiges NEIN zu unseren berechtigten Forderungen zu akzeptieren.


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06.08.2012 ButtonDay


Seit Montag den 06.08.2012 tragen viele unseren Button mit der Aufschrift "walter zahl mehr". Damit ist für jeden sichtbar wofür wir stehen. Unsere guten Leistungen haben Anerkennung verdient! Wir sind mehr wert...

Hier eine Stimme von einem Aktionsort: "Unser Button-Day ist gut angekommen. Auch einige Führungskräfte haben die Button entgegen genommen. Mancher wollte sogar aus "walter zahl mehr" – "alter zahl mehr" machen. An unserem Standort waren die Mitarbeiter zu 90% bereit, den Button zu tragen. Beim Verteilen habe ich bereits auf unsere kommende Aktion hingewiesen."


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01.08.2012 Verhandlungen zum QTV abgeschlossen


Am 01.08.2012 hat die ver.di Verhandlungskommission FB 9 zum QTV die Verhandlungen abschließen können. Damit ist der QTV einschließlich der Prämienkennziffern endverhandelt. Je Projekt wurden 2- 3 realistische Kennziffern auf der Grundlage des Ist-Wertes festgelegt, um den variablen Prämienanteil in Höhe von 1/3 (im 1.Jahr 180 €) zu erreichen. Scharf geschaltet wird diese Regelung  im 4.Quartal 2012. Bei Veränderungen der Kennziffern durch den Kunden wird eine zu bildende Prämienkommission über neue Kennziffern verhandel.

Weitere Informationen folgen im August in den Standorten.


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03.07.2012 Zwischenbericht aus den Tarifverhandlungen: Arbeitgeber wollen NICHTS verteilen



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20.04.2012 Arbeitgeber sagen Tarifverhandlungen ab!


Fassungslos können die Arbeitnehmer nur über die Ignoranz der Arbeitgeber sein! Wertschätzung sieht anders aus! Wie sich die Beschäftigten zur Wehr setzen können, zeigen aktuell gerade die Telekombeschäftigten. Auch die werden mit einer Null-Runde bedroht. Mehr dazu hier.

Neuer Termin für ein Spitzengespräch mit der Verhandlungskommission: 26.04.2012. Danach beginnen ggf. die Verhandlungen.


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Weitere Meldungen


Ältere Infos zu walter gibt es hier: ältere Meldungen.